Einstieg ins Laborgerätedesign: Probe, Prozess und Nutzung
Im ersten Gespräch bitten wir um eine Beschreibung der Geräteaufgabe im täglichen Einsatz. Ist die Probe flüssig oder fest, wie viele Proben werden gleichzeitig verarbeitet und wann greift der Benutzer ein? Arbeitsvolumen, Temperaturbereich, Dauer und Zykluszahl bilden Designgrenzen. Liegen eine Versuchsmethode oder ein funktionierender Aufbau vor, sind deren Messungen und beobachtete Probleme wichtige Ausgangsdaten.
Bei einem Forschungsprototyp kann der Zugang zu häufig wechselnden Einstellungen Vorrang haben. Bei einem für den Verkauf vorbereiteten Gerät stehen verständliche Bedienung, reinigbare Flächen, kontrollierte Einstellungen und Servicezugang im Vordergrund. Diese Erwartungen sammeln wir in der Anforderungsliste. Darin wird auch festgelegt, was bei der Abnahme gemessen wird; etwa Aufheizzeit, Dosierwiederholbarkeit oder vollständige Aufzeichnung werden getrennt bewertet.