Wir behandeln Maßprüfung, Grat und Verformung als getrennte Anforderungen
Bei Messungen von Durchmesser, Breite, Bohrungsposition oder Konturabweichung werden Prüfmerkmal, Bezug und Toleranz definiert. Bei der Gratprüfung wird festgelegt, wo und aus welcher Ansicht ein über die Kante hinausragender Bereich gesucht wird. Das bloße Erkennen eines Fehlers und das Messen seiner physischen Größe sind unterschiedliche Ergebnisse. In der technischen Anforderung wird angegeben, auf welche Ebene oder Fläche sich die Messung bezieht.
Es wird geprüft, ob Verformung eine Konturänderung in der Bildebene, eine Höhenänderung oder eine Biegung bedeutet. Reicht eine zweidimensionale Ansicht nicht aus, werden andere Blickrichtungen oder eine 3D-Profilmessung bewertet. Für jede Fehlerart werden Sichtbarkeit, Akzeptanzgrenze und Referenzprüfverfahren gemeinsam festgelegt. So werden unterschiedliche Qualitätsentscheidungen nicht unter einer einzigen Gut-/Schlecht-Kennzeichnung vermischt.
- Maß, Bezug, Toleranz und Prüfbereich
- Getrennte Definition von Kantengrat und Oberflächenfehler
- Unterscheidung zwischen 2D-Kontur und Höhen-/Verformungsanforderung